Zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus in Trossingen

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist ein wachsender und fortlaufender Teil der Erinnerungsarbeit des Museum Auberlehaus. Diese Seite versteht sich bewusst als lebendiger Ort des Erinnerns, Forschens und Sichtbarmachens – denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch, eine Geschichte, ein Leben.

Mit der Verlegung von Stolpersteinen in Trossingen wurde erstmals damit begonnen, den Opfern ihre Namen und ihre Würde zurückzugeben. Die kleinen Gedenktafeln im öffentlichen Raum erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, ermordet, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie holen die Erinnerung zurück in den Alltag – dorthin, wo diese Menschen einst lebten.

Soweit bislang bekannt, gab es vor 1945 keine jüdischen Einwohner in Trossingen. Dennoch wurden auch hier Menschen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen.

Im Oktober 2021 wurden die ersten fünf Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an fünf Trossinger Bürgerinnen und Bürger, die 1940 im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ in der Tötungsanstalt Grafeneck ermordet wurden. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 13 namentlich bekannte Opfer aus Trossingen dokumentiert, die in Grafeneck ihr Leben verloren. Die Forschung ist jedoch nicht abgeschlossen – weitere Schicksale könnten bislang noch im Verborgenen liegen.

Die Initiative zur Verlegung der Stolpersteine ging vom Trägerverein des Museum Auberlehaus aus. Unter dem Vorsitz von Volker Neipp wurde das Projekt angestoßen und umgesetzt, die Finanzierung der ersten fünf Steine übernahm der Verein selbst. Der Gemeinderat stimmte der Verlegung im September 2021 mit großer Mehrheit zu.

Im Oktober 2024 wurde das Gedenken mit der Verlegung von fünf weiteren Stolpersteinen fortgeführt.

Das Museum Auberlehaus lädt dazu ein, sich mit den einzelnen Biografien auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und die Erinnerung wachzuhalten. Diese Seite wird kontinuierlich erweitert – mit neuen Erkenntnissen, weiteren Namen und den Geschichten der Menschen, die nicht vergessen werden dürfen.

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Externer Link zu Wikipedia
Standorte der Stolpersteine